Am 17.01. trafen sich in Berlin mehr als 100 Teilnehmer/innen bei der Bank für Sozialwirtschaft, um sich die Ergebnisse des PflegeWert-Projektes schildern zu lassen und mit Bundestagsabgeordneten über den Wert der Pflege in unserer Gesellschft zu diskutieren.
Das Projektteam PflegeWert war sehr erfreut, dass Herr Staatssekretär Rachel diese Veranstaltung durch seine Anwesenheit und seinen Beitrag deutlich aufwertete. Herr Rachel lobte das Gestaltungsprojekt PflegeWert explizit und stellte es in den Rahmen der Dienstleistungsforschung des BMBF. Er machte deutlich, dass Forschung zur Arbeitsgestaltung in einer so wichtigen Branche mit mehr als 1 Million Beschäftigten in Deutschland auch neben bzw. gemeinsam mit der High-Tech-Strategie der Bundesregierung einen wichtigen Stellenwert in der Forschungsausrichtung des BMBF habe.
Vier Bundestagsabgeordnete (Frau Molitor, FDP, Frau Mattheis, SPD, Frau Scharfenberg, Grüne und Herr Zylajew, CDU) diskutierten anschließend mit dem Ver.di-Vertreter, Herrn Weisbrod-Frey, der DBfK-Vertreterin, Frau Mauritz und dem Moderator Dr. Fuchs-Frohnhofen über das Jahr der Pflege und die Wertschätzung von Pflege in der Gesellschaft.
Herr Weisbrod-Frey von ver.di vertrat dabei ebenso wie Frau Mauritz vom DBfK die Einschätzung, dass die Erfolge des Jahres der Pflege 2011 eher bescheiden seien, er betonte aber, dass das PflegeWert-Projekt in 2011 ein deutliches Ausrufezeichen für mehr Wertschätzung der Pflege in der Gesellschaft gesetzt habe. Auch die Vertreterinnen von SPD und Grünen sahen die Regierungspolitik im Jahr der Pflege kritischer als die Vertreter/innen der Regierungskoalition, aber auch Herr Zylajew hätte sich als Fachpolitiker und Unterstützer der Pflege bei der aktuellen Pflegereform ein höheres Volumen gewünscht.
Alle Politiker/innen lobten die Ergebnisse des PflegeWert-Projektes, wie sie auf der Veranstaltung von Herrn Prof. Isfort, dip, Herrn Stoffer, CBT und Herrn Duisberg, EvA Gemünd vorgetragen wurden.
Mit dieser Veranstaltung konnte das PflegeWert-Projekt deutlich machen, dass es möglich ist Forschungsergebnisse (hier Erkenntnisse zur Notwendigkeit der öffentlichen Wertschätzung der professionellen Pflegearbeit) auch gemeinsam mit einer Branche prototypisch in die Realität umzusetzen. Die Pflegebranche wurde durch die positive Veranstaltung ermutigt, ihre Anliegen, noch kontinuierlicher und offener mit Spitzenvertretern der Politik zu erörtern.